Der Glückselige wird als Mensch auch in guten äußeren Verhältnissen leben müssen. Denn die Natur genügt sich selbst zum Betrachten nicht; dazu bedarf es auch der leiblichen Gesundheit, der Nahrung und alles anderen, was zur Notdurft des Lebens gehört.
Indessen darf man, wenn man ohne die äußeren Güter nicht glücklich sein kann, darum nicht meinen, dass dazu viele und große Güter erforderlich wären. Denn die Selbstgenügsamkeit und die Möglichkeit des Handels liegt inciht im Überflusss; man kann auch, ohne über Land und Meer zu herrschen, del handen; auch mit mäßigen Mitteln lässt sich der Tugend gemäß handeln, Man kann das deutschlich daran sehen, das die Privatleute den Fürsten im rechten Handeln nicht nachstehen, sondern eher voraus zu sein scheinen.
Es genügt also, wenn die nötigen Mittel vorhanden sind.
Denn das leben wird glücklich sein, wenn es in tugendmüßiger Tätigkeit verbracht wird.
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Sonntag, 13. Juni 2010
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